Das Dorf Niedergörne und das DDR KKW Stendal
Ende 1971 wurde der Aufbaustab KKW III mit Sitz in Rheinsberg gegründet. Grundlage war ein
Ministerratsbeschluss vom 16.04.1970. 1972 war das Arneburger Plateau mit dem Dorf Niedergörne
der neue Standort des KKW III.
Das Dorf Niedergörne hatte 1974 ca. 120 Einwohner, gehört zur Gemeinde Altenzaun und lag im
Landkreis Osterburg und
war nicht an das Trinkwassernetz der DDR angeschlossen. Höhenlage war zw. 39.5 m
(Ortseingang von Dalchau) und 36.7 m (hinter dem Gutshaus) über HN.
Einziger Betrieb im Dorf war eine LPG. Ein Dorfkonsum, eine Schmiede, mehrere Ställe und eine
Bußhaltestelle mit Wartehäuschen waren vorhanden. Neben der Kirche gab es einen Friedhof
mit Leichenhalle. Südlich des Gutshauses war ein Park mit einer kleinen Gruft.
Gutshaus Niedergörne
Dorfstrasse
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Dorf Niedergörne
Flurplan Dorf Niedergörne Ortslage Niedergörne 1975
Im Juli/August 1973 wurden Vorverträge zwischen dem Rat des Kreises Osterburg und den Einwohnern von Niedergörne abgeschlossen und damit die Einwohner auf den bevorstehenden Umzug vorbereitet. Für alle Einwohner wurden die laut Gesetz zustehenden Entschädigungen (Mieter und Eigentümer) ermittelt. Bis Ende 1975 wurden durch Endverträge über den Rat des Kreises Stendal, Stadt Arneburg, die Entschädigung und der kostenlose Umzug nach Osterburg oder Arneburg oder Stendal durchgeführt. Keiner der betroffenen Bürger hat dazu je eine Eingabe gemacht - weder über einen Zwang noch die Höhe der Entschädigung. Dokumente zur Entschädigung der Bürger von NiedergörneDas Evangelische Konsistorium der Kirchenprovinz Sachsen wollte 1975 für die Dorfkirche von Niedergörne den Entschädigungssatz für Wohnbauten (160%) haben:
Schreiben vom 11. Juli 1975
Briefumschlag Abbrucharbeiten
Abbruch der Kirche
Abbruch
Vorbereitung Sprengung Gutshaus Niedergörne
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1978: das letzte Gebäude vom Dorf
Sicheres Nebenkühlwasser, Sprühteiche 1990 Hier lag das Dorf Niedergörne der rechte Flutlichtmast 21 (FL21 auch FLM21) markiert die Dorfstrasse zum Gutshof (Richtung Elbe, ca. H=10000 und V=5000) Nach der Wende versuchten einige Alteinwohner von Niedergörne, Erbengemeinschaften und das Evangelische Konsistorium der Kirchenprovinz Sachsen den Verkauf an das KKW als Zwang/Enteignung darzustellen. Alle diese Anträge wurden aber abgelehnt. Auch eine Neubewertung des Kaufpreises aus den Kaufverträgen von 1975 ergab keine Beanstandungen. Die DDR Kaufverträge erfolgten in Übereinstimmung mit der DDR Rechtsordnung.
KKW Stendal Gelände 2012, Bereich Dorf Niedergörne Hier lag das Dorf Niedergörne (Achse V=5000) (Der Stein im Vordergrund könnte Meßpunkt 131 sein). Weltweit dürfte es zu keinem Kernkraftwerk mehr Fotos aus der Bauphase geben! Bisher veröffentlichte Baustellenbilder: 1977 und 1978, 1985, 1986, 1987, 1988, 1988, 1989, 1990, 1990 Zur Orientierung auf der Baustelle: Lageplan westlicher Teil Lageplan mittlerer Teil (ohne Kühltürmfeld) Lageplan östlicher Teil (mit Kühltürmfeld) Lageplan östlicher Teil bis Elbe Offizielle Baustellenfotos: 1979 1980www.audatec.net www.K1520.com www.YCDT.net www.YCDTOT.com |